Wie die Eingewöhnung Ihres Kindes an die Nanny gelingt
Für die meisten Kinder ist es keine leicht zu nehmende Hürde, plötzlich eine völlig fremde (Kinder) Frau an die Seite gestellt zu bekommen, die auch noch in ihrem privaten Bereich auf einmal den Ton angibt! Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Eltern sehr sensibel mit diesem Thema umgehen und sich genau überlegen, was ihr Kind braucht, um sich auch weiterhin wohlzufühlen und mit der neuen Situation gut zurechtzukommen.
Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kinder und beziehen Sie sie mit in die Entscheidung für das neue Kindermädchen ein! Es macht einen großen Unterschied, ob die Kinder mitentscheiden dürfen oder ob sie einfach jemanden vor die Nase gesetzt bekommen. Um den Kinder diese Übergangsphase mit all seinen Veränderungen zu erleichtern, können alle Beteiligten die Eingewöhnung auf verschiedene Weise unterstützen.
Sanfte Eingewöhnung
- Individuelle Eingewöhnung: Der Übergang sollte schrittweise und an die Bedürfnisse des einzelnen Kindes angepasst werden, nach dem Konzept der “sanften Eingewöhnung”. Das Kind soll sich langsam an die neue Bezugsperson gewöhnen und anfangs nur stundenweise betreut werden. Die Eingewöhnungsphase wird dann allmählich erhöht.
- Elternbeteiligung: Mindestens ein Elternteil sollte in der Eingewöhnungszeit aktiv mit eingebunden werden. Am Anfang sollte z.B. die Mutter mit dem Kind und der Nanny zusammen den Alltag gestalten, um das Kind nicht einer Extremsituation auszusetzen, indem es gleich von der Mutter getrennt wird.
Vertrauen, Bindung und Freundschaft aufbauen
- Beziehung aufbauen: Fördern Sie die Bindung Ihres Kindes zu Ihrer Kinderfrau, indem Sie Ihrem Kind z.B. sagen, dass die Nanny viele schöne Spiele mit ihm spielen wird. Ihr Kind soll eine schöne Vorstellung von der neuen Situationen bekommen, auf die es sich freuen kann, anstatt ängstlich einer ungewissen Zukunft entgegenzusehen, die angsteinflößend auf die zarte Seele wirken kann. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zwischen dem Kind und der Kinderfrau sind essenziell. Wenn das Kind die Nanny als vertrauensvolle Bezugsperson erlebt, fühlt es sich sicherer und ist eher bereit, sich auf die neuen Gegebenheiten einzulassen.
- Trennungsschmerz abmildern: Die Trennung von den Eltern erleben manche Kinder als schmerzhaft und es ist normal, dass Kinder weinen und traurig sind. Eine gute Kinderfrau schafft es, den Abschied zu ritualisieren, indem sie eine feste, kurze Abschiedsformel etabliert (z.B. “Bis später, Mama/Papa, wir sehen uns gleich wieder!”).
Gemeinsame Wohlfühlzeit schaffen
- Rituale und Routine: Kinder profitieren grundsätzlich von festen Strukturen und einem festen Tagesablauf, die ihnen Sicherheit geben. Vertraute Rituale und gleichbleibende Handlungsabläufe sollten weitestgehend beibehalten werden. Sie helfen, den Übergang zu erleichtern und die Nanny leichter in die Familie zu integrieren.
- Aktivitäten zur Unterstützung des Übergangs: Ihre Kinder sollten auch weiterhin viel Gelegenheit haben, sich frei zu entwickeln und die Dinge zu tun, die sie gerne machen. Geben sie ihnen Zeit, die Beziehung aufzubauen, erzwingen Sie nichts. Je nach Charakter brauchen manche Kinder länger, bei anderen geht es schneller. Es sollten keine einschneidenden Veränderungen in der Erziehung eintreten, hier muss die Nanny mit den Eltern an einem Strang ziehen.
- Elterngespräche: Regelmäßige Gespräche zwischen Nanny und Eltern sind wichtig, um auf die Bedürfnisse des betreuten Kindes einzugehen und die Entwicklung im Auge zu behalten. Auch im Privathaushalt sollte regelmäßig ein offener Austausch stattfinden, denn jede Eingewöhnung verläuft unterschiedlich. Es ist wichtig, dass die Kinderfrau das Kind genau beobachtet und sich regelmäßig mit den Erziehungsberechtigten berät, um auf positive oder negative Tendenzen rechtzeitig reagieren zu können.
Fazit
Wenn die Anstellung der Kinderfrau schrittweise und mit Fingerspitzengefühl erfolgt, riskieren Sie nicht das seelische Gleichgewicht Ihres Kindes. Durch eine sanfte Eingewöhnung und eine individuelle Unterstützung, die sowohl von den Eltern als auch von der Nanny erfolgen muss, kann sich Ihr Kind schnell an die neue Situation gewöhnen und Sie bekommen die Unterstützung für Ihre Familie, die Sie so dringend benötigen.